Milch & Kultur Rheinland und Westfalen e. V.  Impressum / Kontakt   Seitenübersicht

  zurück zur Startseite

Vereinsgeschichte

Der Verein Milch & Kultur Rheinland Westfalen e. V. ist eine anerkannt gemeinnützige Vereinigung von Privatpersonen, Firmen und anderen Einrichtungen (AG Köln, VR 12975).

Er wurde am 21. Oktober 1998 auf Anregung von Dipl.-Ing. Rötger Belke-Grobe, Holthausen, gegründet, der den Verein bis August 2007 als Vorsitzender führte.

Zu den Gründern des Vereins gehörten Mitglieder der Milchwerke Köln-Wuppertal (MKW), des Genossenschaftsverbands Rheinland, der Landwirtschaftskammer Rheinland und der WGZ-Bank, der Campina und der MKW-Töchter. Des weiteren Spediteure und Rechtsanwälte, die mit den Milchwerken Köln-Wuppertal verbunden sind.
Der erste Vorstand bestand aus den Herren Belke-Grobe, Gewert, Hohenstein, Lieven, Kügler und Dr. Riedel.

Der Anlass der Vereinsgründung: Durch Übergang der MKW zur Campina drohte die alte rheinische Molkereitradition unterzugehen. Es galt aber Etliches zu retten, was bei den MKW und auch von Vorgängermolkereien archiviert war (Archive der Duisburger und Essener Molkerei sowie der alten Milchversorgung Rheinland).

Zu den Ideen der Gründer gehörten:

  • das Bewahren vor Vergessen; das Erinnern an Herstellen und Bedeutung von Milch als Nahrungsmittel
  • das Aufzeigen der Wirtschaftskraft und des Kulturgutes Milch
  • Herausstellung der Bedeutung der landwirtschaftlichen Milchwirtschaft

Dies soll mit folgenden Verfahren geschehen:

Auszubildende und Molkereimeister W. Nowicki beim Herstellen des Westparker Käses, MLUA Krefeld

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht die Geschichte der Milchwirtschaft im Rheinland und in Westfalen zu erforschen, darüber zu veröffentlichen sowie auch die Bedeutung der Milchwirtschaft für die Menschen und Strukturen dieser Region zu verdeutlichen, u.a. die Geschichte der MLUA Krefeld.

Dies geschieht mit einer milchwirtschaftlichen Sammlungstätigkeit (Erfassung von Molkereigeräten und Fachliteratur),
der Planung eines Milch- und Käsemuseums für die Region (Suche und Aufbau eines geeigneten Standortes), Veröffentlichungen zur milchwirtschaftlichen Region in Nordrhein-Westfalen und zur Milchhistorie anderer Länder.

Der Ursprung des Vereins liegt in dem Gedanken, dass das älteste Nahrungsmittel Milch in seiner Bedeutung gewürdigt werden soll. Durch die immer geringer werdende Zahl an Molkereien und milcherzeugenden Landwirten und damit an milchwirtschaftlichem Fachpersonal sinkt auch automatisch das Wissen um die Milch, ihre Geschichte und Erzeugung, Zusammensetzung, Verarbeitung und Wirkungen.

Der Verein plant mit seinen Aktivitäten einen Beitrag zu Information von Schulen und Schülern, Auszubildenden der Ernährungsberufe, insbesondere von Molkereifachleuten / Milchtechnologen und Milchwirtschaftlichen Laboranten, des Berufstandes von Molkereifachleuten sowie der am Gebiet Milch und Molkerei Interessierten.

Insbesondere soll die Tradition der Kunst der Milchverarbeitung zu Butter, Käse und anderen Milchprodukten dargestellt und weiter am Leben erhalten werden, indem überlieferte Bräuche und Techniken sowohl der manuellen als auch der technischen Milchgewinnung und Produktherstellung gezeigt werden.
 

Die bisherigen Sammlungen bestehen aus:

Die Glanzpunkte der Vergangenheit waren:

Die Veröffentlichungen des Vereins zur Historie der Milch- und Molkereiwirtschaft werden jeweils nur in kleinen Auflagen gedruckt und vom Verein selbst vertrieben.

Der Verein ist für interessierte Mitglieder offen, die den Museumsaufbau mit Geräten, Fachliteratur und Zuwendungen unterstützen möchten.

Neben Veröffentlichungen ist der Verein über Ausstellungen, z. B. derzeit in Köln, aktiv und hilft auch bei milchwirtschaflichen Ausstellungen mit Teilen seiner Sammlung.

Im Jahre 2009 wurden die Herausgaben milchhistorischer Bücher durch Prof. Dr. Manfred Kroger von der Pennsylvania State University besonders gewürdigt, indem er die Arbeit des Vereins Milch & Kultur und die Erstellung einer eigenen Webseite ansprach (Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety, Volume 8, 1999, Issue 3, pp. 155 - 156 "Editorial")

Seitenanfang    zurück zur Startseite